29.12.2007

Mit TestDisk den Linux-Bootloader ohne Bootmedium loswerden

testdisklogo_clear_100.gifSo schnell trifft einen das Problem: Seit Jahr und Tag “gammelt” ein altes SuSE-Linux ungenutzt auf meinem Acer TravelMate C110 herum und belegt satte 6 GB. Hat mich nie sonderlich gestört, aber da es sich um einen TabletPC handelt, dessen Handschrifterkennung unter Linux natürlich brachliegt, wurde es auch nie wirklich genutzt.

Jetzt, da wir uns zu Weihnachten eine niegelnagelneue Olympus E-3 gegönnt haben, die pro Foto satte 15 MB “verschießt” (10 MB RAW plus 5 MB JPEG), sind zusätzliche Gigabytes zur Ablage natürlich hochwillkomen. Also – Linux muss weg. Bis zum nächsten Laptop jedenfalls. ;-)

Das Problem dabei ist klar:

Der aktuelle Bootloader ist GRUB, und damals sah ich noch nicht den Sinn in einer eigenen Partition für den /boot-Ordner. Mal ganz davon abgesehen, dass ich das root-Passwort zur Bootloaderanpassung nicht mehr kenne… Das einfache Löschen der Linux-Partitionen hätte mich also in eine Sackgasse ohne korrekten Bootloader im MBR gesteuert. Der MBR musste also wieder (via Windows) zurückgesetzt werden, und das mangels der noch in Spanien befindlichen Extern-Laufwerke ohne Bootmedium! Eine Wiederherstellungskonsole mit fdisk war auch nicht eingerichtet, wäre auch ja zu einfach…

Es hat mich eine längere Google-Suche gekostet, aber die Lösung liegt jetzt vor:
TestDisk – ein geniales Stück Software, mit der sich nicht nur der MBR, sondern ganze “verlorene Partitionen” wieder herstellen lassen (sofern nicht überschrieben). Das Ganze ist dann noch, wie es sich gehört,”FOSS” – Free and Open Source Software – unter GPL. Stallman ist stolz auch euch, Leute! ;-)

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