6.01.2008

“Echter Zufall” aus dem Computer

WürfelWie dem geneigten Leser hoffentlich bekannt sein sollte, fällt es Computern normalerweise reichlich schwer, echte Zufallszahlen zu produzieren. Alles, was er algorithmisch normalerweise zustandebringt, sind so genannte “Pseudozufallszahlen”. Da die Produktion möglichst “echten” Zufalls für das Ziehen einer Stichprobe von höchster Bedeutung ist (sonst zieht man ja quasi “willkürlich”, und sei es nur durch die Auswahl des Algorithmus), ist bei der Wahl der Vorgehensweise einige Vorsicht anzuraten. Ich war entsprechend erfreut, als ich in der Computerzeitschrift c’t zufällig (*g*) etwas über den Mersenne-Twister-Algorithmus gelesen habe, der als der aktuell beste Pseudozufallszahlen-Generator gilt. Siehe dazu auch Wikipedia.

Die Verwendung dieses Algorithmus ist zwar immer noch nicht so gut wie die Messung echter Zufallsereignisse, aber sicher deutlich besser als z.B. die Excel-Zufallsfunktion. Diese lässt sich übrigens via Plugin obsolte machen, siehe hier. Was mir zum vollständigen Glück jetzt noch fehlt ist ein Programm, das echten Zufall irgendwie misst – z.B. das Sensorrauschen einer CCD-Webcam. Laut diesem Wikipedia-Artikel, der auf die kryptographischen Verwendungen der Zufallszahlen zugeschnitten ist, für Linux von Hause aus “Rauschdaten” unter /dev/random zusammen – was mir unter Windows natürlich erstmal denkbar wenig nutzt. Auch eine virtuelle Maschine hilft mir dabei natürlich nicht weiter, denn schließlich stammt der Zufall dann ja von einem simulierten PC.

Nun ja, im Moment habe ich keinen allzu großen Bedarf an echten Zufallszahlen, Mersenne-Twister wird für 90 Prozent der Fälle sicher ausreichen. Wer mir natürlich via Kommentar einen Tipp geben mag, werde ich mich dem sicher nicht widersetzen. :-)

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