Gegeben sind drei Bankautomaten, zwei in unmittelbarer Reichweite (A1 und A2), und einer (A3) in etwa drei Minuten fußläufiger Entfernung (einfache Strecke). Automaten A1 und A3 verlangen keine Transaktionsgebühr zum Geldabheben, A2 einen bislang unbekannten Prozentsatz mit minimalem Sockelbetrag. Die Wahrscheinlichkeiten, den jeweiligen Bankautomaten funktionsfähig anzutreffen, betragen:
- P(A1 funktionsfähig) = 75%
- P(A2 funktionsfähig) = 99%
- P(A3 funktionsfähig) = 85%
(Schätzwerte)
Für den Fall, dass sich A1 als nicht funktionsfähig herausstellt, sind folgende Fragen zu beantworten:
- Auf welche Weise ist die von Automat A2 berechnete Gebühr zu bestimmen?
- Bei welchem hypothetischen Stundenlohn lohnt sich der Weg zu A3 (in Abhängigkeit von Bereitschaftswahrscheinlichkeit und unbekannter Gebührersparnis)?
- Bei welchem Abhebebetrag ist die Gebühr absolut und relativ gesehen minimal? Hierbei ist zu berücksichtigen, dass gültige Abhebebeträge (entgegen der Angaben auf dem Bildschirm) Vielfache von 10 Euro (statt 20) sein müssen.
Der aufmerksame Leser wird es sich schon gedacht haben: Ich hatte mal wieder eine kleine Geldautomaten-Odyssee. Die Ausgangsvoraussetzung (A1 dysfunktional) war natürlich erfüllt (zur südspanischen Gerätezuverlässigkeit habe ich gelegentlich schon Anmerkungen gemacht), und gelaufen bin ich wegen der Schmerzgrenze (3 Euro Minimalbetrag) auch. Half aber nichts, A3 war auch kaputt. Also, notgedrungen auf A2 ausgewichen (es gibt nur 3 Automaten im Office) und Frage 3 geklärt. Für meinen konkretenFall kamen 70 Euro Abhebebetrag heraus, mit stolzen 3,15 Euro Gebühr
(4,5%, minimal 3 Euro). Raubritter, elende. ;-)
Geschrieben von: Alicantist
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