5.05.2008

Beliebter statistischer Trugschluss: Ursache und Wirkung

Ein Nachtrag zum vergangenen Wochenende mit Brückentag: Die spanische “Generaldirektion Verkehr” hat sich zu diesem Anlass einen schönen neuen Radiospot ausgedacht, O-Ton: Hör auf deine Oma, und fahr nicht in der Nacht auf Nebenstrecken herum. Denn da gibt es die meisten Verkehrstoten überhaupt. Aha.

Was man damit wohl andeuten will ist, dass leere Landstraßen irgendwie “per se” gefährlich seien – was natürlich Unfug ist. Die betrunkenen oder anderweitig zugedröhnten Raser sind es viel mehr, die eine Gefahr darstellen, und die bekommt man mit einer Kampagne solchen Zuschnitts natürlich kein bisschen von der Straße
- höchstens das ein oder andere potenzielle Begegnungsopfer lässt sich damit (vielleicht) einschüchtern. Immerhin, in einem Nachsatz wurde einem noch gesagt, dass “Fuß vom Gas” insgesamt viel wichtiger sei. Besser spät als nie.

Zum Abschluss dieses Beitrags noch einen irgendwie verwandten Statistiker-Witz:

There was this statistics student who, when driving his car, would always accelerate hard before coming to any junction, whizz straight over it , then slow down again once he’d got over it. One day, he took a passenger, who was understandably unnerved by his driving style, and asked him why he went so fast over junctions. The statistics student replied, “Well, statistically speaking, you are far more likely to have an accident at a junction, so I just make sure that I spend less time there.”

:-D Zugegeben, es gibt bessere, aber die poste ich ein anderes Mal. ;-)

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